Corona und die zur Zeit stattfindende ungerechte Lastverteilung der Gesamtkosten

Es stellt sich immer mehr heraus, dass die Selbständigen und deren Arbeitnehmer, insbesondere aus den Branchen Unterhaltung, Gastronomie, Veranstaltung, Reisen und Autoindustrie sowie Zulieferer die Betroffenen sind.

Völlig unbeachtet und nicht im Auge der Öffentlichkeit sind außerdem die Opfer, nämlich die Patienten und ihre Angehörigen, die in dieser Zeit nicht behandelt wurden, obwohl man das hätte können.

Wenn man jetzt schon ein Ergebnis ziehen will, dann stellt man fest, dass unzählige Existenzen vernichtet bzw. finanziell unselig stark beeinträchtigt wurden.

Ferner ist die Liste der Toten der „normalen“ Grippe und der Schwerstgeschädigten noch nicht bekannt. Darüber hinaus sind natürlich auch die Alleinerziehenden nicht zu vergessen.

Diese Aufzählung ist nicht vollständig und ließe sich beliebig weiter fortsetzen.

Dabei wäre es einfach, nach den Grundsätzen der Havarie-Grosse, einen gerechten Lastenausgleich auf alle Bürger und Kapitalgesellschaften, so wie Stiftungen und gemeinnützige Organisationen anzuwenden.

Bei der Havarie-Grosse teilt sich die Lastverteilung wie folgt auf:

Einleitung:

Wenn ein Schiff in Seenot gerät und durch die Mannschaft bzw. externe Helfer gerettet werden soll, dann beginnt man u.a. damit, gesunde und unbeschädigte Waren über Bord gehen zu lassen, also zu opfern. Ist das Schiff gerettet worden, dann wird ermittelt, welcher Warenwert und sonstiger Schaden geopfert werden musste, um das Schiff zu retten.

Die Beteiligten an diesem Schaden (Aufopferungsschaden) werden entsprechend ihren wirtschaftlichen Interessen grob wie folgt eingeteilt:

1. Wert des Schiffes (Reederei),

2. Summe der Fracht (Einzelverlader und/oder Charterer usw.),

3. Gesamtwert der transportierten Warenladung,

4. Sonstige Aufwendungen/Kosten, z.B. Gutachter- und Ermittlungskosten

Die Summe für den Aufopferungsschaden wird im Verhältnis zum Gesamtaufwand der Aufopferung anteilig gequotelt.

So ähnlich kann man das auch mit den Corona-Kosten machen.

Beispiel:

Der Gesamtwert der Rettung liegt bei etwa 500 Mrd. €. Und davon tragen die gesellschaftlichen Gruppen je nach Vermögen anteilig die Gesamtlast.

Darunter fallen z.B. Angestellte des öffentlichen Dienstes und Beamte, Inhaber von ausländischen Investoren, inländische Grund- und Immobilienbesitzer, politische Beamte, Abgeordnete aus sämtlichen politischen Einrichtungen (z.B. Bundestag, Landtag, Kreistag usw.), Auslandsdeutsche, Doppelstaatler, Rentner und Pensionäre mit Renten über 2.000,–€, Hartz-4ler, Asylbewerber; ausgenommen sind jene, die einen Sonderbeitrag von 1.000,–€ im Jahr nicht tragen können.

Selbstverständlich können auch noch andere Gruppen hinzugefügt werden, wie z.B. die NDO´s, die Stiftungen, die Religionsgemeinschaften, die Profi-Sportverbände, sowie alle Organisationen, die aufgrund ihrer Gemeinnützigkeit anerkannt sind. Darüber hinaus wären auch noch sämtliche Ausgaben des Staates einschließlich der Subventionen entsprechend zu streichen bzw. zu kürzen.

Wenn wir das Thema der sozialen Marktwirtschaft ernst nehmen wollen, dann kann eine Gesellschaft nur bestehen, wenn ein fairer, gerechter Lastenausgleich zur Schadensbehebung stattfindet und das ist im Moment nicht der Fall und sollte geändert werden.

Nichts ist so gut, als dass es nicht noch verbessert werden könnte

(Helmut Kohl)