Gruß in Frieden an Wladimir Wladimirowitsch Putin

Hallo Wladi,

ich schreibe Dir heute, weil ich der Meinung bin, dass Du mit Deinen Kriegshandlungen zu weit gegangen bist. Ich kann verstehen, dass Du Dir keine Laus ins Fell setzen lässt. Du darfst aber nicht soweit gehen, dass Du Dein Fell dabei selber zerstörst.

Anfang der 2000er hast Du nach Übernahme der Regierung von Jelzin der EU und der NATO wirklich gute Vorschläge zur Zusammenarbeit auf Augenhöhe gemacht. Sie haben Dich einfach nicht ernst genommen und Dich behandelt, wie ein Tagelöhner oder wie eine eingebildete Kuhherde, die meint, sie sei etwas besseres.
Und so etwas vergisst Du nicht. Also hast Du Dich daran gemacht, aufzurüsten und hast jene überholt, die im Westen aber auch in Russland vor Dir zittern.

Du hast Dich für Deine Mission und für Deinen Weg sehr gut vorbereitet. Wie beim schwarzen Gurt im Judosport. Wir sind aber nicht beim Judokampf, sondern in der Politik. Und dort herrschen andere Gesetze. Auch dabei kannst einen ersten Platz erreichen. Aber nicht nur mit einem Hanegoshi.

Denke nur einmal an die Heiratspolitik der Habs- oder Glücksburger. Aus dem Hause der Glücksburger entstammt auch Katharina die Große. Und wie hat sie Russland auf Jahrhunderte für vorbereitet? Einfach mit Klasse!

Du hattest eine schwere Jugend und musstest Dich immer durchbeißen und Du hattest auch das Schicksal Deiner Mutter vor Augen. Und das hat Dich besonders geprägt.

Du wolltest immer der Erste sein. Aber das schafft man nicht immer. Im Moment bist Du der vermeintlich stärkere und bestimmst das Handeln.

Und auch wenn Du jetzt gewinnen solltest, dann frage Dich, ob ein Schlachter besonders viele Kunden bekommt, wenn die wissen, dass er vorher als Henker tätig war?

Ich bin weit davon entfernt, Dir Vorwürfe zu machen. Dennoch stelle ich fest, dass Du auf die psychologische Trickkiste Deiner Widersacher hereingefallen bist.

Wer spricht heute noch von den Irakern,Kurden, den Libyern, den Syrern, den Vietnamesen, den Afghanen und Guantanamo, usw. ? Diese Liste ließe sich beliebig weiterführen! Nein, heute spricht man weltweit von Deinen Kriegshandlungen. Du machst alles, um den Westen zu schädigen.

Wir sehen verängstigte Frauen mit ihren Kinder und alte Menschen auf der Flucht, zerstörte Wohnhäuser und als Krönung ein angegriffenes Atomkraftwerk. Damit gewinst Du aber nicht die Herzen Deiner Bevölkerung.

Sie will ein starkes Russland, aber geachtetes.

Was habt Ihr Euch dabei eigentlich gedacht, als der Befehl kam, das Atomkraftwerk anzugreifen? Ein einziger kleiner Fehler beim Angriff hätte auch Deinen Soldaten das Leben gekostet.

Die russischen Mütter haben Dir ihre Söhne nicht anvertraut, damit Du sie auch gleich beerdigst.

Wie kommst Du nun aus der Sache heraus? Da gibt die Bibel Dir einen guten Hinweis: das Schicksal von Saulus und Paulus!

Ich habe für Dich einen  Ausweg ausgearbeitet. Dazu gehören aber mindestens zwei!

Wenn Du aber so weitermachst, läufts Du mit Sicherheit in Dein persönliches Unglück!
Und bevor Du Dich entscheidest, denke bitte an Deine liebevolle Frau und Deine arglosen und unschuldigen Kinder.

Denke auch an Deine Ex-Frau und Eure Töchter  und Enkel. Aber denke an Dein Volk, dass Dir bisher vertraut hat!

Auch sie haben es nicht verdient, unterzugehen und/oder geächtet zu werden.

Du wirst siegen, in dem Du für den Frieden kämpfst! Entscheide Dich für das Gute und Edle!

 

Es grüßt Dich in Frieden

Raimund Frenzel