Sollten die Impfpatente freigegeben werden?

Um es vorab zu beantworten: ein klares Nein!

Bisher hat noch niemand die Frage beantworten können, wie viele Menschen mit oder ohne Freigabe geimpft werden könnten. Und wenn man dann genau die Zahlen kennen würde, dann müsste die Frage beantwortet werden, in welchem Verhältnis ein möglicherweise höherer Aufwand bei der Nichtfreigabe zu bezahlen wäre.
Darüber hinaus muss man natürlich auch berücksichtigen, welche Volkswirtschaften dann die Lasten hätten tragen müssen. Bevor man allerdings sich mit diesen Fragen auseinandersetzt, hätte man schon lange vorbeugend mit einfachsten Maßnahmen handeln können.
Und dann wird man die Frage aufwerfen müssen, warum bisher noch nichts dafür getan wurde? Den lieben Joe könnte man ganz einfach helfen, um sein soziales Gewissen zu finanzieren. Bevor er nämlich in die Taschen der anderen greift, wäre es doch für ihn viel leichter allgemein, verträgliche Maßnahmen vorzuschlagen. Z.B. könnte er alle Milliardäre und Millionäre, die alle Steuerschlupflöcher bisher genutzt haben, weltweit auffordern, in einem Weltimpffond einzuzahlen.
Damit die Millionäre und Milliardäre aus den betroffenen Armutsländern nicht ungeschoren davonkommen, wäre diese als erste zur Kasse zu bitten. Dasselbe muss natürlich auch für die Staaten gelten, die die Steuergesetze erst mal in die Tat als Sammelbecken umsetzen. Das ganz wäre auch sehr Verwaltung arm und umweltschonend umzusetzen: denn die Nutzer der einseitigen Steuervorteile sind im Grunde bekannt.

Wenn der liebe Joe nicht so gerne an die Umsetzung dieser Vorschläge herangehen mag, gäbe es noch eine friedenserhaltende Maßnahme für alle beteiligten Länder:
Die Verminderung der Ausgaben der weltweiten Militärausgaben um 5% für zwei Jahre. Alle Länder, die kein Militär unterhalten, könnten sich auch mit einer Reduzierung um 5% bezogen auf ihren Haushalt beteiligen.
Und wenn man noch ein wenig weiter denkt, dann könnte dieser Fond dauerhaft für Notfälle mit Welt-Bedrohungscharakter geschaffen werden.

Natürlich kann man das ganz noch verfeinern, aber die Richtung einzuschlagen, wäre nicht das Schlechteste. Damit eine solche Aufgabe nicht einer unfähigen und ausufernden Verwaltung zu Beute gemacht wird, sollte man sie dort ansiedeln, wo die Menschen nachgewiesener maßen am wenigsten bestechlich, sparsam und sehr praktisch veranlagt sind. Z.B. die skandinavischen Staaten